Keltische Symbolik

- Keltische Impressionen -

- Bäume -

Foto: alp
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Die Eiche

 

Die Eiche wurde von den Kelten als der heiligste aller Bäume verehrt. Sie ist dem Himmelsherrrscher und blitztragenden Wettergott Taranis geweiht. Kultische Handlungen wurden stets mit Eichenlaub vollzogen. Das keltische Wort dru bedeutet Eiche. Aus ihm leitet sich das Wort Druide (Priester) ab. Sie steht für Kraft und Stärke und vermittelt Sicherheit, Geborgenheit und inneren Reichtum. 

 

Aus ihrer gerbstoffhaltigen Rinde wurde Medizin gegen entzündliche Erkrankungen gewonnen.

 

Foto: alp
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Die Linde

 

Die Linde galt den Kelten als Kraftbaum für Liebe, Harmonie und Schutz und ist daher der Familie und der Gemeinschaft gewidmet. Auch in unserem Kulturraum kannte man die Linde lange Zeit als Zentrum des Dorfes, unter der man sich traf, um Nachrichten auszutauschen oder auf Brautschau zu gehen. Man sprach von der Dorflinde.

  

Aus ihren Blüten werden Heiltees gewonnen, die eine lindernde

Wirkung haben. 

 

Foto: alp
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Die Weide

 

Die Weide steht für nicht zu bändigende Lebenskraft. Da sie in Wassernähe wächst, sagte man ihr eine enge Verbindung zur weiblichen Kraft des Mondes nach. Sie war daher der keltischen Fruchtbarkeitsgöttin geweiht.

 

Aufgrund der Biegsamkeit ihrer Äste dienen diese hervorragend als Material zum Flechten und Binden.

Aus der Weidenrinde wurden fiebersenkende und entzündungshemmende Tees gewonnen. Der in ihr enthaltene Wirkstoff Salicin wird im menschlichen Körper zu Salicylsäure umgewandelt und ist heutzutage der Grundstoff des Medikamentes Aspirin.

 

- Tiere -

Der Wolf

 

Irische Stämme sahen in ihm ihren spirituellen Vater. Er symbolisiert die Schattenbereiche unseres Seins, unsere Ursprungskraft, aber auch die Lernfähigkeit, sich in eine Gruppe einzufügen. Der Wolf braucht– ebenso wie der Mensch – die Gemeinschaft zum Überleben und weist starke soziale Strukturen auf.

In den Mythen fast aller Völker spielt der Wolf eine zentrale Rolle. Somit konnte sich der Wolfskult lange Zeit auch in Europa halten. Die Druiden praktizierten seine Rituale bis ins Mittelalter hinein.

Erst später wurde der Wolf als großer Fresser und Verschlinger zum Symboltier menschlicher Gier und Habsucht, was sowohl bereits in dem berühmten Satz des Römers Plautus Homo homini lupus – Der Mensch ist des Menschen Wolf - zum Ausdruck kommt als auch in diversen Fabeln und Märchen. 

 

Der Rabe

 

Der Rabe galt den Kelten als Vogel der Todesgöttin und als starker Beschützer für jene, die seine Gunst erringen konnten. Er bewegt sich durch Raum und Zeit, sieht Zukunft und Vergangenheit und fungiert somit als Bote zwischen den Welten.

Der Rabe symbolisiert den spirituellen Einweihungsweg. In ihm findet man einen Begleiter für den ungetrübten Blick in die Tiefen des Seins. Er unterstützt den Menschen beim Übergang in eine andere Lebensphase.

  

 

Die Schlange

  

Wegen ihrer fehlenden Gliedmaßen sahen die Kelten in ihr das ursprünglichste aller Lebewesen. Durch ihre Fähigkeit zur Selbsterneuerung galt sie als Symbol für Wiedergeburt und für den ewigen Kreislauf von Leben und Tod.

Sie wurde häufig als Wächter an wichtigen und geheimnisvollen Stätten dargestellt.

 

 

- Symbole -

Der keltische Knoten

 

Abgesehen von seinem künstlerischen Aspekt, der dazu beiträgt, dass er oft zu Schmuckstücken verarbeitet wird (Amulette, Gürtelschnallen usw.), symbolisiert er vor allem die Unendlichkeit. Wer genau hinsieht, wird weder Anfang noch Ende erkennen.

Damit repräsentiert er die Vollkommenheit der Schöpfung.

 

Er steht aber auch für die verschlungenen Schicksalswege des Menschen, der von Gott stammt und wieder zu diesem zurückkehrt, gleich welchen Weg er genommen hat.

 

Die Triskele

  

Die Triskele - auch Dreierspirale genannt - symbolisiert die Zahl drei …

und steht für die keltischen Trinitäten:

 

- die dreifache Muttergöttin

 (Mädchen, Mutter, Greisin)

- den Zyklus von Geburt, Leben, Tod

 (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft)

- die Elemente Wasser, Erde und Luft

 (Meer, Land, Himmel)

 

Das Keltische Kreuz

 

Das Typische am keltischen Kreuz ist der Kreis. 

Er verbindet die vertikale Achse, die für die spirituelle Welt steht, mit der horizontalen Achse, die für die physische Welt steht.

Somit schlägt der Kreis eine Brücke zwischen den Welten, die uns zu größerer Weisheit führen soll.

 

 

 

 

Anmerkung

 

Natürlich gibt es noch eine Vielzahl weiterer keltischer Symbole, Kraftbäume und Krafttiere, die hier aufzuführen den Rahmen jedoch sprengen würde. Darum habe ich mich auf die wichtigsten in meinem Buch vorkommenden Symbole beschränkt – und dabei natürlich die keltische Trinität eingehalten ;-)

 

Für Fantasy-Liebhaber

Hinter diesem youtube-Video verbergen sich fantastische Bilder zur keltischen Mythologie!

 

Musik: Adrian von Ziegler